Erlebnisbericht Girls Camp 2008
05.08.08

Das hatten wir uns nun aber auch verdient, was? Zurückschauend hat uns das Wetter in den letzten 5 Jahren irgendwie immer ein wenig im Stich gelassen. Mehr als einen Tag oder ein paar Stunden waren wir nie kiten, im letzten Jahr standen wir sogar komplett ohne Wind und im Regen da.

Wenn ich könnte würde ich mich jetzt also wirklich gern beim Wetter bedanken! Drei Tage mit 15-20 Knoten und das auch noch mit strahlendem Sonnenschein! Was für ein Camp! So glücklich und zufrieden habe ich die Teilnehmerinnen meines Girls Camps noch nie gesehen! Klar, die Stimmung war immer super und die Dankbarkeit der Mädels sowie die ungemeine Hilfsbereitschaft untereinander hat mich immer wieder dazu bewogen mit dem Camp weiter zu machen. Doch was kann schon drei Tage gemeinsames kiten toppen?

Aber fuer diejenigen die ganz genau wissen wollen was im diesjaehrigen Camp passiert ist,  fangen wir doch vom Anfang an:
Schon die Nachfrage war in diesem Jahr außergewöhnlich hoch. Bereits 2 Tage nachdem ich die Einladungen verschickt hatte war die auf 30 Damen beschränkte Teilnehmerliste fast voll.
Anmeldungen aus ganz Deutschland und sogar aus der Schweiz waren eingeflogen und machten mich schon im Vorfeld etwas euphorisch.
Allerdings waren da noch immer die Erinnerungen an ein extrem verregnetes Camp 2007 die nicht nur bei mir im Kopf feststeckten. Das wollte ich nicht noch einmal erleben. Doch auch hier bot sich eine tolle und einfache Lösung. Die Silke Gorldt Stiftung (und hier ein ganz liebes Dankeschön and Thomy, Heike, Uwe und Achim!!!) erklärte sich sofort dazu bereit uns ihr Grosses Eventzelt als Basislager zur Verfügung zu stellen welches auch bei starkem Regen für nette gemeinschaftliche Stunden und Theorie-Übungsplatz dienen könnte. Das Beste daran: ich musste mich nicht einmal um die Anlieferung kümmern! So konnte ich mich darauf konzentrieren mit den Mädels zu kommunizieren, Starterpakete von Colgate sowie Maui Magic und der Kiteboarding.de zu organisieren und das Surfcenter Wustrow auf unsere Ankunft vorzubereiten. Alles in allem nicht ganz unkompliziert wenn man zwischen Italien, der Türkei, Spanien und Portugal unterwegs ist, durch die wirklich tolle Unterstützung aller Beteiligten jedoch möglich und erfolgreich!

Da reiste ich also bereits am Donnerstagabend nach Wustrow an, klärte mit den Jungs vom Surfcenter Wustrow alles ab und genoss noch eine kleine Sunset Session auf dem Bodden. Schon am Donnerstag Abend trafen dann auch Thomy, Heike, Franzis mit dem Event-Zelt ein und die ersten Mädels reisten auch schon an. Großartig, denn so konnten wir am nächsten Morgen alle zusammen das Zelt aufbauen. Eine lustige Aktion!

11 Uhr am Freitag war dann die offizielle Begrüßung angesagt. Zwar waren noch nicht alle Mädels da, da aber der Wind schon anfing zu blasen wollten wir keine Zeit verlieren und verteilten die Starterpakete von Colgate, Maui Magic, Kiteboarding.de und Druckerei Thiel an alle bereits angekommenen. Dabei durfte sich gleich noch jeder mit Namen, Alter und Fahrkönnen vorstellen, denn schließlich wollte jeder alles über jeden Wissen und ich wollte erfahren was wer lernen will.
Eine Stunde später hatten wir bereits am Strand von Dierhagen eine Reviereinweisung und waren bereits beim Aufpumpen der Kites. Durch die sehr kleine Einstiegsstelle in Dierhagen dauerte es mich zwar 2,5 Stunden allen Mädels den Kite zu starten und sie sicher aufs Wasser zu schicken, Ilona half mir dabei jedoch tatkräftig und so kiteten wir anschließend alle gemeinsam auf dem Bodden happy hin und her. Dabei versuchte ich möglichst vielen der Mädels hinterher zu kiten, ihnen zuzuschauen und Tipps zu geben. Durch die Maui Magic Lycras waren sie ja auch sehr einfach zu identifizieren! 5 Stunden wurde mit 9-12 m Kites gekitet und genossen bevor dann gegen 6 Uhr ein Gewitter aufzog und wir alle vom Wasser trommelten. Am Abend gingen wir dann gemeinsam in den Biergraten in Wustrow und ließen einen tollen ersten Tag gemütlich ausklingen.

Am Samstag war um 10 Uhr Frühstück angesagt. Lustig, denn es regnete genau bis wir mit dem Frühstück fertig waren und diesmal zum Bodden nach Saal aufbrachen. Als ich in Saal ankam hatten die ersten Mädels schon ihre Kites aufgebaut und waren ready to go. Mit einem breiteren Einstieg war der Startprozess hier einfacher und schon nach einer Stunde waren wir alle auf dem Wasser und trainierten diesmal in etwas leichterem Wind. Da wir den Auflandigen Wind etwas überschätzt hatten waren viele unterpowert, konnten aber die Situation nutzen um ihre Leichtwind-Fähigkeiten zu verbessern und taten dies auch bis dann 2 Stunden später der Wind etwas einschlief. Wir nutzten die Windpause um am Strand ein paar Trockenübungen und Trickerklärungen abzuhalten. So würden die Damen morgen  dann ganz genau wissen wie sie ihr Lernziel erreichen könnten. Bis dahin jedoch war noch ein wenig Zeit, denn heut Abend war BBQ im Surfcenter Wustrow und dem Zelt der Silke Gorldt Stiftung angesagt und dabei wurde bis spät in die Nacht hinein gefeiert.

Sonntag morgen standen trotzdem alle pünktlich um 9 auf der „Matte“ und stärkten sich für einen weiteren windreichen Tag. Um 10 ging es dann zum dritten und vorerst letzten Mal zum Bodden. Die Sonntägige Trainingssession sollte für viele der Mädels dann aber auch die erfolgreichste sein. Bei wirklich optimalen Bedingungen mit 9er und 10er kites konnte ich heut den Mädels direkt vor deren Nasen die Tricks vorspringen und dann nachmachen lassen. Ganz besonders freute ich mich dabei über die Mädels die heute ihre ersten Sprünge landeten (Steffi, Anne...), Transitions in verschiedenen Variationen lernten (Manuela, Steffi, Birgit, Kirsche...) und natürlich über den ersten unhooked front von Claudi. Denke aber wirklich jeder hatte seine eigenen Erfolgserlebnisse und jedes einzelne zählt dabei! Ich habe es sehr, sehr genossen und war dann fast ein wenig traurig als nach und nach alle Mädels abfuhren. Wir fuhren dann noch zurück zum Surfcenter Wustrow um das Zelt abzubauen und damit war das diesjaehrige Girls Camp dann schon wieder beendet.

Und wer kann jetzt fürs nächste Jahr den Wettergott bestechen?

And last but not least... auch wenn eigentlich alles perfekt war habe ich doch eines zu sagen:
Unschön fand ich dass von 32 angemeldeten Mädels nur 25 auftauchten, dabei einigen von den 7 weiteren Damen nicht einmal absagten. Ganz besonders ärgerlich ist dies, da ich weiteren potentiellen Teilnehmerinnen abgesagt hatte die sich über die freigewordenen Plätze sehr gefreut hätten. Auf Grund dieser Tatsache haben wir die Entscheidung getroffen im nächsten Jahr für das Camp eine Gebühr von 50 Euro pro Person zu nehmen die vor Campbeginn bezahlt werden muss. Diese Gebühr geht zugunsten der Silke Gorldt Stiftung und soll verhindern dass sich Frauen anmelden und dann ohne Absage einfach nicht erscheinen. Happy darüber auch hierfür eine Lösung gefunden zu haben freue ich mich nun schon aufs Girls Camp 2009 – dann zum 7. Mal im Surfcenter Wustrow!