KPWT Italien/Comer See
03.07.07

Das ewige Problem der Kitewelt – wir haben 2 World Cup touren und somit auch 2 Weltmeister. Warum das so ist habe ich eigentlich nie verstanden jedoch auch nie hinterfragt.

Immer dachte ich die PKRA tour wäre die angesagter und vor allem die bei denen mehr auf die Meinung der Fahrer gelegt wird, schließlich wurde in der PKRA tour nichts besonders gutes über die KPWT tour erzählt – meine eigene Meinung gebildet habe ich mir nie. Nachdem im letzten Jahr jedoch das Motto der PKRA “by the riders for the riders” komplett unter den Tisch geworfen wurde und eigentlich genau all das getan wurde womit die Fahrer nicht happy waren habe ich mir nun schließlich in diesem Jahr vorgenommen mir doch mal anzuschauen wie das bei der KPWT ist. Und dies habe ich auch getan – in der vergangenen Woche in Italien am Comer See. Und erstmal kann ich nur sagen: ich war sehr positiv überrascht! Leider unglücklich war, dass ich natürlich 2 Tage vor dem Wettkampf aus der Dominikanischen Republik zurückkehrte und mir eine tolle Sommergrippe mitbrachte. Wirklich schwach konnte ich auf dem Wasser so richtig gar nicht viel leisten und am ersten Tag nicht mal antreten. Doch soweit ich mir ein Urteil bilden konnte war der Contest sehr gut organisiert, der Race Direktor Ian (AUS) bringt Schwung in die Sache und diszipliniert die Fahrer, achtet aber auch darauf dass wirklich niemand seinen Heat verpasst und kümmert sich rührend um das Wohl der Rider. Der Kopf der Organisation, bestehend aus Frederic Gravoille und Jean-Charles Joguet brachte sich kräftig mit ein hatten jederzeit ein Ohr für die Fahrer. Der Tourfotograph und der Tourvideograph leisteten einen guten Job und hatten dabei immer ein Lächeln auf dem Lippen und auch die Stimmung unter den Fahrern und Fahrerinnen war super. Die Fahrer auf der Tour sind im Durchschnitt älter als auf der PKRA tour, was es für mich angenehmer macht und was wohl daran liegt, dass hier nicht nur der Freestyle gepusht wird, sondern auch auf die anderen Disziplinen wertgelegt wird. So wurden außerdem ein Hangtimewettkampf und ein Race ausgefahren. Ebenfalls anders als bei der PKRA gehen diese Disziplinen dann auch in die Gesamtwertung ein und es gibt einen Overall Gewinner. Das persönlich finde ich eine tolle Idee, da es der Vielfältigkeit des Kitesurfens eine viel größere Aufmerksamkeit zukommen lässt. Nachdem ich beim Freestyle Wettkampf furchtbar fuhr, keine Kraft hatte und nur Dritte wurde, wurde ich zum Ende des Wettkampfs hin immer kräftiger und konnte einen zweiten Platz im Race einfahren und die Hangtime gewinnen. So wurde ich dann sogar noch gesamt Sieger des Wettkampfs am schönen Comersee und war nicht nur vom Wettkampf begeistert, sondern auch mit meinem Ergebnis doch recht happy. Leider werde ich wohl zum nächsten KPWT World Cup in der Tuerkei nicht fliegen können, da ich zeitgleich einen Wettkampf in San Franzisko besuche der von Best Kiteboarding gesponsort wird, doch beim übernächsten KPWT Event in Marokko bin ich auf jeden Fall am Start... und dann auch schon ganz gespannt auf die ersten Wave Masters die ich erlebe. Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden!