Racing World Championships / San Francisco
09.08.09

Zum ersten Mal wurde in diesem Jahr der Weltmeisterschafts-Titel im Kursrennen in einem einzigen Event ausgefahren. Dass sich hierzu die ges. Kite-Race-Weltelite versammeln wuerde war abzusehen, doch wer haette mit einem so hohen Leistungsstand gerechnet?

Kite-Racing ist die wohl juengste Disziplin in der Contest-Welt des Kitesurfens und dies ist nicht nur an dem "Excitement" der Wettkaempfer und der Organisatoren, sondern auch an der rasend schnellen Entwicklung des Materials zu spuehren. Jeden Monat, wenn nicht sogar jede Woche gibt es neuere und bessere Boards, andere set ups und schnellere Kites die im Wettkampf fuer entscheidende Meter sorgen koennen.

Waehrend diese Entwicklung auf der einen Seite fuer einen unglaublichen und schnellen Fortschritt sorgt und unbedingt noch fuer eine Weile angestrebt werden sollte, so mischen sich die Ergebnisse in den einzelnen Wettkaempfen im Moment bunt, denn nicht jeder hat die Moeglichkeit immer wieder in neues Material zu investieren. 

Haette man also z.B. Bruno Sroka/FRA, der in den letzten Events mit vielen Laengen vorn gelegen hatte, als Favoriten gesehen so endete dieser am Ende nur auf Rang 5, wogegen ein totaler newcommer namens John Heineken sich auf dem 3. Rang platzieren konnte.

Erstaunlich fuer mich war die extreme Ausbildung von Teams, allen voran die Teams von North und Cabrinha, die sich nicht nur waehrend des Wettkampfes als starke Einheit darstellten sonder auch die meiste Zeit in Entwicklung von Equipment gesteckt hatten. Es war toll zu sehen wie sehr die Marken die Fahrer unterstuetzten und in die Zukunft des Sports investierten.

Natuerlich blieb das auch nicht ganz unbelohnt. North konnte sich ueber einen ersten Platz bei den Maennern (Sean Farley/Mexico) und Frauen (Steph Bridge/UK) freuen und Cabrinha ueber gleich 4 Maennern in den Top 10 und einen 3. Platz bei den Frauen.

Ich fuer meinen Teil freute mich nicht nur an einem so historischen Event teilhaben zu koennen, sondern war auch mit meinem 2. Platz unter den Frauen (so ganz als Einzelkaempfer) und einem tollen 25. Platz Overall (also in der Herrenwertung) sehr gluecklich.

Es bleibt abzuwarten wie rasant die Entwicklung im Kite-Racing weitergeht, doch eines steht fest: irgendwann fahren wir alle mit relativ gleichwertigem Material, und dann wird es gleich nochmal so spannend!